Dienstag, 29. November 2016

190) Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen

Titel: "Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen"
Pastorin der Ausgestoßenen
Autorin: Nadia Bolz-Weber
Übersetzung: Christian Rendel
Seitenanzahl: 256 Seiten
ISBN: 978-3-86506-780-7
Verlag: Brendow Verlag -> Link
Preis: 16,95 €
ET: 05/15

Copyright des Covers: Brendow Verlag!!!


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Meine Meinung zum Buch:
"Ich finde Gott in den Dingen, die mich wütend machen"
Pastorin der Ausgestoßenen

Erwartung und Aufmerksamkeit:
Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch aufgrund des zweiten Buches, dass sie geschrieben hat, und das ich zu erst gelesen habe -> Link
Im zweiten Buch hatte ich das Gefühl, das sehr oft auf das Erste Buch Bezug genommen wurde, ohne das ich dieses kannte, hatte ich das Gefühl mir fehlt eine wichtige Information.
Deswegen war ich sehr gespannt, auf das Erste Buch von Nadia. Gerade weil ich echt verblüfft bin, dass es solche tollen Pfarrer/innen gibt. Die eben wirklich an Jesus interessiert sind, und auch an den Menschen, und nicht auf das schauen, was im ersten Moment negativ aussieht.
Umso freudiger war ich, als ich das Buch zu Hand nehmen durfte.
Jedoch eines vorweg, nachdem das Buch wirklich in viele einzel Kapitel geteilt ist, die immer wieder andere Facetten aufgreifen,  musste ich mir etwas mehr Zeit lassen um das Buch auf mich wirken zu lassen.
Wie mir das Buch gefallen hat, und was ich im Nachgang hervorstechend finde, das könnt ihr hier lesen :).

Inhalt in meinen Worten:
Nadia. Eine Pfarrerin die so einiges hinter sich bringen musste, um dort wo sie jetzt ist, zu landen und gerade das macht Mut. Nicht jeder muss so einen Lebensstart hinlegen, um Gott zu erfahren, doch die die es leider machen müssen, ein Leben anzufangen, das mit mehr Steinen als Wegen gezeichnet ist, können von ihr eher etwas annehmen, als es vielleicht von anderen Menschen der Fall ist.
Nadia schreibt Lebendig und immer wieder mit dem Blick zu Jesus über ihr Leben, und wie die Gemeinde, in der sie gerade tätig ist, wuchs und dabei Menschen die am Rand des Lebens stehen mitgerissen werden und wieder Lebensmut und Willen finden, sich von den fiesen und gemeinen Meinungen von manch anderen Christen frei schwimmen können und dabei lernen, sie können nichts zu der Gnade Jesus zu tun, außer sich lieben  zu lassen.

Meine Gedanken zum Buch:
Ich hab Respekt vor Nadia.
Ein Mensch der viele Höhen und Tiefen erleben musste, die manch anderen Menschen eher straucheln und auch am Boden liegen bleiben lassen. Doch Nadia hat Lebenswillen und Mut, und zugleich einen Glauben, der hin und wieder wirklich schrecklich geprüft wird, und dennoch hält sie an dem EINEN fest und lässt es nicht zu dass sie aufgibt.

Schreibstil:
Die Autorin schreibt in diesem Buch von und über sich selbst. Sie nimmt mich Kapitelweise mit in ihr Leben, und wie sie manch Widrigkeit überstehen musste. Aber auch erklärt sie in jedem Kapitel, was ihr Weg war, wie sie weiter gehen konnte, ohne dass sie dem Leser eine Klatsche in das Gesicht gibt, sondern in dem sie einfach nur von sich selbst erzählt und bei sich bleibt und niemals in der DU Botschaft schreibt.
Es sind viele Gedanken in diesem Buch versteckt, so dass ich dieses Buch nicht auf einen Happs lesen konnte, ohne etwas zu verlieren. So bin ich Kapitelweise an das Buch heran gegangen und merkte: Dieses Buch hat mir auch einiges zu sagen, Blickwinkel werden neu gesetzt, Dankbarkeit und Hoffnung entsteht und Leben und Hoffnung und vor allem die Gnade springt aus jeder Zeile des Buches.
Obwohl manche Dinge immer noch nicht näher erklärt werden, wie die Rituale in der Evangelischen Kirche von statten gehen, und was es bedeutet dies oder das zu tun, hab ich dennoch das Gefühl, das meine ersten Fragen die  ich durch das zweite Buch von ihr hatte, beantwortet bekommen habe.

Gedanken:
Nadia erzählt in diesem Buch von Alkoholmissbrauch, davon das Menschen ihr Leben beenden wollten und dennoch gerade rechtzeitig gerettet worden sind, von Menschen, die nicht das eine sein wollten und das andere wurden.
Alles Punkte, die man in gewissen Gemeinden mit Teufelsaustreibungen und diversen Verleugnungen erduldet aber niemals respektiert, doch gerade Nadia ist da anders. Sie ist für jeden da. Egal ob nun Homo, Bi oder Hetero, egal ob aus einer Frau ein Mann wurde oder auch umgedreht. Sie ist da. Nimmt an die Hand macht aber auch sofort klar, hi ich werde dich enttäuschen, lege deine Hoffnungen also nicht in mich, sondern in Jesus.
Diese Mischung lässt mich staunend und hoffend da stehen, und ich hoffe das viele Menschen die Bücher von Nadia lesen, und offen sind, für Veränderungen, ohne das sie den Gegenüber verändern wollen.
Veränderung fängt in der Regel bei sich an, und niemals bei dem anderen.
Ich wünschte ich hätte eine Pfarrerin in meiner Nähe die so tickt wie Nadia, die sich wirklich um jedes einzelne Schäfchen so kümmert und dem Menschen klar macht, ich mag dich wie du bist, aber Jesus hat noch mehr Liebe als ich.

"Denn wie viele Menschen wollen Götter sein, und doch wurde nur ein Gott ein Mensch."

Fazit:
Ein Buch das kritisch beleuchtet und nachfragt, das aber die Gnade in den Vordergrund schiebt und klar sagt: Du bist geliebt, wie du bist.
Es möchte einladen zu sich selbst neu zu entdecken und alte Gedankenmuster zu sprengen.

Bambis:
Nadias Buch muss einfach 5 Bambis bekommen. Denn ich habe wirklich Respekt vor dieser GENIALEN Pfarrerin!
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Kommentare:

  1. Hey!
    Ich bin nicht besonders gläubig, aber das Buch hört sich wirklich spannend an. Ich mag starke Menschen, die für andere da sind und einen festen Weg im Leben verfolgen, auch wenn man ab und an mal strauchelt.
    Danke für deine Rezension.
    LG
    Yvonne
    #litnetzwerk

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    1. Weißt du, ich glaube jeder Mensch glaubt etwas oder hofft etwas.
      Ich finde Nadia sehr authentisch und es braucht mehr solche Menschen😄
      Egal ob in der Kirche, im Hort, im Krankenhaus, im Büro, einfach überall. Und ich hoffe das die Welt erkennt, sie braucht keine Ver und Beurteilung sondern einen neuen Blick😄
      Ganz lieben Gruß

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  2. Hallo Nicole, eine mehr als außergewöhnliche Frau, was eigentlich schade ist, denn genau in dem Glauben suchen doch viele ihr Seelenheil. Es wundert mich nicht dass viele aus der Kirche austreten, da dort einfach nichts besonderes gesagt und getan wird. Es kommt mir immer so festgefahren vor. Ich bin auch kein guter Kirchgänger aber ich glaube, sehr sogar und wenn eine Messe zelebriert wird bei der mich der Mann oder die Frau ganz vorne begeistern kann, dann gehe ich gerne dorthin. Die Toleranz ist gerade bei den älteren Generationen noch nicht so weit. Da wünschte ich doch solch einen Menschen wie Nadia, die denen besteht zu denen sonst alle Abstand halten. Eine ganz tolle Rezension.
    Danke dafür.
    Liebe Grüße und noch einen schönen Restsonntag.
    Kerstin-Kasin

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    1. Hi
      Soweit ich das gerade verstehe bist du katholisch?
      Kennst du da evtl schon das gebetshaus Augsburg? Weil dortnist auch Lebendigkeit😄

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  3. Hallo Nicole,
    schön, dass du dieses Buch in deinem Urlaub gelesen hast und es auch deine Erwartungen erfüllen konnte! Wenn ein Buch nachhallt und man in Gedanken immer wieder nach dem Lesen zum Buch zurückkehrt, das ist was ganz tolles! Nadia hat ihren Weg für sich erkannt. Sie kann sich sehr glücklich schätzen.
    Danke für die Rezi,
    GlG vom monerl

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  4. Hallo monerl,
    kennst du die Autorin auch schon, also hast du etwas von ihr gelesen? Ich fand es so schade, als es in München war, konnte ich leider nicht hin, weil ich leider etwas zu viel Streß zu diesem Moment hatte. Ich hätte sie sehr gerne live kennen gelernt ;).

    Lieben Gruß Nicole

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    1. Nein, kenne noch nichts von ihr. Hatte deinen Urlaubspost gelesen, als du gefragt hast, welche Bücher du mitnehmen sollst. Und dann habe ich mich erinnert, dass ich für dieses Buch gestimmt habe.
      GlG und einen schönen Tag!
      monerl

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Hi
Danke das du mir ein paar Gedanken da gelassen hast.
Bei nächster Gelegenheit komme ich dich auch besuchen und werde dir auch einen Kommentar hinterlassen. Fragen beantworte ich dir dann dort auch sehr gerne 😃.
Einen ganz lieben Gruß
Nicole