Obwohl es bei mir nur eine echte Meinung gibt, und ich mich auch nicht für meine Meinung kaufen lasse! Muss ich euch diesen Vermerk geben, zeitgleich weil Fragen gekommen sind, ich verdiene keinen einzigen Cent mit meinem Blog: WERBUNG: Folgendes kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung: In meinen Beiträgen finden sich Links zu Verlagen, Autoren und literarischen Agenturen, sowie zu Büchern auf Amazon, Audible oder der Webseite des jeweiligen Verlags bzw. Autors. Andere Links werden jeweils im Beitrag gekennzeichnet.

Dienstag, 13. Oktober 2026

Interview mit Saskia Heinl



Saskia Heinl 
Das Copyright liegt bei der Autorin sämtlicher Bilder!
Wo schreibt die Autorin am liebsten?
Ich schreibe am liebsten an meinem Schreibtisch oder an der Nordsee, habe aber 1000 Notizbücher und meist eins dabei, weil eine Idee plötzlich angeflogen kommt, die ich dann dort notiere, wo ich gerade bin.


Nicole: Hallo Saskia, zuerst einmal ein dickes Dankeschön für deine Zeit mit mir und meinem Blog,


Saskia: Mein Name ist Saskia Heinl. Ich bin Kinderbuchautorin, Mama und Grundschullehrerin und liebe es tiefgehende, mutmachende, spannende und humorvolle Geschichten zu schreiben, die Kindern Oasen im Alltag bieten.


Zu besonders sensiblen Themen führe ich Interviews und verwandele Gehörtes in Geschichten für Kinder, um sie in ihren besonderen Situationen wertzuschätzen und zu ermutigen. Meine Leidenschaft ist es, Kinderohren zum Lauschen, Kinderaugen zum Leuchten, und Kinder mit allem was sie sind, zum Lachen oder Lächeln zu bringen.


Ich liebe Zartbitter-Nuss-Schokolade, und das Fliegen mit meinem Fahrrad durch die Natur. 😉

Ich entspanne tatsächlich beim Schreiben an einem ruhigen Ort und früh morgens, wenn alle noch schlafen. Das überarbeiten, das Marketing und alles drum herum, das ist die anstrengende Arbeit für mich. Lesen mag ich natürlich auch. Außerdem schaue ich auch gerne einen Film und fahre Fahrrad.




Nicole: Wenn du dir für einen Tag aussuchen dürftest ob du lieber ein Baum oder eine Wolke sein dürftest, was wäre für dich die Wahl der Qual und was würdest du gerne dabei erleben?

Saskia: Eine Wolke, eindeutig, denn fliegen bedeutet für mich Freiheit und Leichtigkeit. Deswegen ist mein Lieblingstier auch der Vogel. Ich würde einfach fliegen und die Luft und Sonne genießen, denn natürlich wäre ich keine Regenwolke, sondern eine schön fluffige Schönwetterwolke. 😉





Nicole: Du hast ja schon mehrere Bücher jetzt auf den Buchmarkt bringen dürfen, magst du darüber uns Lesern etwas erzählen?

Saskia:

Gerne. Ich habe bei einem kleinen Verlag angefangen, der leider die Corona Krise nicht überstanden hat. Dort ist ein Vorlesebuch, ein Kinderbuch ab 8 und ein passendes Bauheft dazu erschienen. Inzwischen habe ich für zwei größere Verlage schon ein Erstlesebuch, ein Bilderbuch, zwei erzählende Sachbilderbücher und einen Kinderroman ab 10 geschrieben. Zu einer Anthologie zu Gunsten krebskranker Kinder durfte ich eine Geschichte beisteuern. Gerade arbeite ich an einem Booki-Buch, das in einem dritten Verlag erscheint. Jetzt, Ende Juni 2026 erscheint ein Kinderbuch zum Thema Sepsis. Ich habe dazu Sepsis-Betroffene interviewt. Dieses Buch ist ein Auftrag der Deutschen Sepsis Hilfe e.V. im Rahmen der Aufklärungskampagne des Gesundheitsministeriums und darf Kinder unterstützen, in deren Familie Sepsis-Betroffene leben. „Papas kleiner Gemeinling“ ist mir daher ein großes Herzensanliegen. Schaut gerne mal auf meiner Homepage vorbei. Es wäre doch sehr viel Text hier, meine Bücher hier im Detail zu beschreiben ( www.saskiaheinl.de). Auf meinem Insta-Kanal findet ihr sogar noch mehr Infos.



Nicole: Du schreibst vor allem in christlichen Verlagen, was ich gut finde, denn dort findet man auch richtig schöne Geschichten, war das eher leicht oder schwer für dich, in diese Verlage zu kommen? Was war dein schönstes und auch das schlimmste Erlebnis in deiner Buchwelt


Saskia:

Ich bin leidenschaftlich gerne evangelische Religionslehrerin. Daher waren diese Verlage naheliegend für mich. Ich bin Mitglied in der Kinderbuchmanufaktur. Dadurch sind die Verlagsverbindungen entstanden. Über persönliche Kontakte also.


Mein erster Verlag war kein christlicher Verlag und auch das Sepsis-Buch beispielsweise hat keine christlichen Inhalte. Ich passe mich da an. Mit oder ohne christliche Inhalte. Beides kann ich schreiben.



Nicole: In deinen Büchern geht es um sehr verschiedene Dinge, magst du uns Leser darüber etwas erzählen? Und neben Kinderbüchern hast du ja auch ein Buch für hochsensible Menschen herausgebracht, was leider oft noch als Schimpfwort gilt, aber hier nicht als Schimpfwort gemeint ist, sondern hochsensibel zu sein, bedeutet für mich das ich schneller reizüberflutet bin und mich auch schnell mal verliere. Wie ist das bei dir und was kannst du uns darüber berichten?


Saskia:

Ja, verschiedene Themen gibt es in meinen Büchern. Das stimmt. Ein Elternteil ist krank, Adoption- und Pflegekinder, das Leben 1945, eine Art Flüchtlingsgeschichte, ein Kind mit Chemo und jetzt kommt das Thema Sepsis. Hochsensibilität und „nicht lesen wollen“  waren auch schon Themen. All das waren tiefgehende Themen und ich habe viele Interviews dazu geführt, damit die Geschichten authentisch werden. Ich mag es, wenn auch bei dieser Art Geschichten an der einen oder anderen Stelle geschmunzelt werden darf. Dann drücken die Themen nicht so schwer. Deswegen darf man das bei meinen Büchern.


Ich mag übrigens auch lustige Geschichten. Momentan lebe ich das vor allem in meinen interaktiven Geschichtenmoderationen aus. Fotos dazu findet ihr auf meinem Insta-Account. Ich liebe es einfach, Kinder lachen zu sehen. Ein paar fertige lustige Geschichten liegen schon bei meiner Literaturagentin und suchen ein Verlagszuhause. Ich hoffe, sie findet bald ein Plätzchen. 😊


Eines meiner ersten Bücher war tatsächlich das Buch „Fühlis erste Schulabenteuer“. Es ist bei einem kleinen Verlag erschienen, der sich u.a. auf Bücher für hochsensible Kinder spezialisiert hatte.


Da ich Grundschullehrerin bin und selbst hochsensibel, erkennen ich hochsensible Kinder natürlich auch in meinem Schulalltag. Ich habe mich gefreut, als ich den Auftrag bekam, ein Buch für SchulanfängerInnen zu schreiben. Dabei war es mir wichtig ein Mutmachbuch zu schreiben, und keines, das nur die negativen Seiten und Herausforderungen betont. Da alle Kinder viele Emotionen beim Schulanfang voller unterschiedlicher Emotionen sind, war ich schon in KITAs und 1. Klassen zur Theaterlesung mit diesem Buch eingeladen.


Ich finde, dass jeder Charakterzug Schwächen und Stärken hat. Und eine Stärke von hochsensiblen Menschen kann zum Beispiel sein, sich gut in andere hineinversetzen zu können. Ja, wir nehmen viel auf und wahr, aber das ist in vielen Bereichen eine Stärke. Und ja, Reizüberflutung ist ein bekanntes Thema. Da muss man gut auf sich achten und den Tank wieder füllen. Ich habe über die Jahre gelernt die Stärken zu nutzen, z.B. meine große Vorstellungskraft. Diese ist beim Schreiben von Geschichten von großem Vorteil. 😉 Auf meine Schwächen kann ich inzwischen achten und für mich sorgen. Klappt natürlich nicht immer im Alltag, aber inzwischen meistens. All das was ich gelernt habe, gebe ich auch gerne an Kinder weiter. Ich möchte sie ermutigen und sie wertschätzen.


Wer als Erwachsene sich mehr und positiv mit dem Thema beschäftigen will, dem kann ich das Buch von Christina Herr „Mit Feinsinn und Hochgefühl“ (Neukirchener Verlag)  empfehlen. Darin finden sich sehr gute Erklärungen und 16 Frauen berichten aus ihrem Leben als Hochsensible. Ich durfte auch einen Beitrag leisten.



Nicole: Ich kann mir vorstellen, dass es gar nicht so einfach ist, Brotjob, Buchschreiben, Haushalt (der sich nicht von alleine macht), sowie Kinder und was so alles dazu gehört, unter einen Hut zu bekommen, wie entspannst du dort in solchen Zeiten? Was gibt dir Kraft und Halt? 


Saskia:

Ich arbeite in Teilzeit als Lehrerin, sonst wäre das nicht möglich. Meine Kinder sind inzwischen Teenager, auch das verschafft mir ein bisschen mehr Zeit. 😊 Ach, und der Haushalt. Tja, alle in der Familie helfen mit. Meistens … Wir leben ja auch alle zusammen. 😉 Aber jonglieren muss ich trotzdem. Das Schreiben gibt mir aber auch viel Energie und meine Familie steht voll hinter mir und unterstützt mich. Das macht es auf jeden Fall einfacher.


Also, ich liebe das Schreiben. Deswegen, wenn mir der Trubel zu viel wird, setze ich mich hin und denke mir eine Geschichte aus. 😊 Zeit mit meiner Familie und Freunden zu verbringen, tut auch gut. Sonntags gehe ich in den Gottesdienst. Ich lese auch gerne christliche Romane, da es mich beeindruckt, wie Menschen ihren Glauben im Alltag gelebt haben oder leben und dadurch Kraft, Schwung und Zuversicht bekommen. Und mein Fahrrad, das liebe ich auch oder mal einen Film schauen. 😊


Ich habe einen Bücherschrank. Aber schaut mal, das ist mein neuster Bücherschrank. Er ist ungefähr 15 cm hoch. Ich habe ihn auf einem Künstlerhandwerkermarkt gefunden und die Verkäuferin hat mit extra noch Kinderbücher hineingeklebt. Ich lieb`s!


Nicole: Liest du selbst gerne und was ist dein absolutes Lieblingsbuch, das vielleicht sogar für dich schon so viel Inspiration lieferte, um dich durch schwere Zeiten zu begleiten? Hast du da vielleicht sogar ein Lieblingszitat?


Saskia: Ja, ich bin eine Vielleserin, und lese am liebsten historische Romane. Ermutigen? Es gibt Bibelverse, die mich ermutigen und mich durch schwere Zeiten begleitet haben. Wie z.B. die Geschichte der Sturmstillung.  Wenn das Leben stürmisch ist, bin ich nicht alleine, weil Jesus mit mir im Boot sitzt. Das hat mir mal in einer schweren Zeit richtig viel Kraft gegeben. 


Wie viele Menschen, finde auch ich Pippi Langstrumpf toll. Vielleicht kommt mein Interesse am Thema „Fliegen“ daher. Pippi ist auch oft mit allem Möglichen geflogen. Ich mag die Fantasie und die grenzenlosen Möglichkeiten in den Geschichten. Auch das gereimte Buch von Paul Maar „Lillys Geheimnis“ finde ich toll. Aktuell bin ich besonders begeistert von „Zwei warten auf Schnee“ von Jan Kaiser. Die Auflösung am Ende ist einfach brillant. Auch „Seepferdchen sind ausverkauft“ von Constanze Spengler ist toll. Als Kind war mein Lieblingsbuch „Mein kleiner Esel Benjamin“.


Nicole: Du bist ja auch Christin, und wie fandest du zu diesem Weg?


Saskia: Oh, das ist eine lange Geschichte. Zu lange für hier, glaube ich. An nichts glauben, konnte ich nicht. Also habe ich geprüft und geforscht, nach Gott gefragt, mich mit unterschiedlichen Menschen unterhalten, evangelische Theologie studiert, mich mit der Bibel beschäftigt und mich dann entschieden. Kurz-Form! 😊



Nicole: Hast du vielleicht neben all dem Alltagswahnsinn auch noch ein Haustier was dir vielleicht sogar beim Schreiben hilft?

Saskia: Nein, ich habe keine Haustiere. Die Kinder in der Schule, meine eigenen, die von Freunden, die die ich in meinem Alltag sehe, all diese Kinder inspirieren mich zu Geschichten. Tiere? Nur solche aus Stoff: Handpuppen. 


Simon, die Schnecke und Otto, den Flugsaurier, um mal zwei zu nennen. Ich habe mal einen Bauchrednerkurs besucht. Bauchreden finde ich total faszinierend. Ich benutzte die Handpuppen oft in der Grundschule. Leider habe ich kein Foto von dem quirligen Simon oder dem gefräßigen Otto mit den lachenden Kindern. Eins aus Corona Zeiten habe ich noch gefunden. Dort wurden wir gefilmt und der Film wurde dann an die Kinder geschickt.


Nicole: Und wo schreibst du eigentlich so deine Bücher, hast du dafür einen Lieblingsplatz?

Saskia: Ich schreibe meist an meinem Schreibtisch zuhause oder ... (Siehe auch Text bei Foto Nummer 1)



Nicole: Du sag mal: Welche Frage wurde dir noch nie gestellt, die du aber unbedingt gern mal beantworten würdest?

Saskia: Mmmh. Wie wäre es damit: Warum machst du Theaterlesungen und denkst dir lustige interaktive Theaterstücke für Kinder aus?


Meine Antwort: Ich liebe es, Kinder zum Lachen zu bringen und das geht am besten, wenn man sich verkleidet.


Nicole: Wie ist eigentlich der Weg für dich so als Autorin? Hast du da vielleicht sogar Tipps für Menschen die selbst gerne schreiben?


Saskia: Schreiben, schreiben, schreiben. In die Zielgruppe eintauchen und Handwerkszeug z.B. über ein Studium der Kinder- und Jugendliteratur erwerben.


Nicole: Wie gehts eigentlich bei dir jetzt als Autorin weiter?


Saskia:

Ich bin am schreiben und nächstes Jahr erscheinen zwei weitere Bücher. Ein paar fertige Geschichten liegen, wie gesagt, bei meiner Literaturagentin und ich hoffe, sie finden bald ein Verlagszuhause. Demnächst habe ich ein Zoom-Meeting mit einer Verlagsleiterin, die eine Idee mit mir besprechen will. Mal schauen, vielleicht entsteht da auch ein neues Buch. Es bleibt spannend! 😊



Nicole: Ich danke dir für deine Zeit und deine Auskunft und wünsch dir für das nächste Werk und überhaupt ganz viel Segen. Und hoffe sehr das ich bald wieder etwas von dir lesen darf.


 Saskia: Vielen Dank, Nicole. Dir auch alles Gute und viel Segen!



Montag, 12. Oktober 2026

49/26) Eliot Holtby und das Universum der Vergangenheit

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Titel: Eliot Holtby und das Universum der Vergangenheit
Autor: Marc Rosenberg
Seitenanzahl: 520 Seiten
ISBN: 978−3−903553-01-9
Verlag: Vermes Verlag -> Link
Preis: 24,00 €
Alter: ab 10 Jahren
ET: 15.09.2025
Copyright des Covers: Vermes Verlag!
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Kurzmeinung:
Ein bisschen zäh und am Ende ein sehr offenes Ende
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Freitag, 9. Oktober 2026

Interview Nina Wellmann

 Hallo ihr Lieben, 
Mal wieder ist Interview-Zeit und nachdem ich selbst nicht auf der Buchmesse bin, stell ich euch einfach eine tolle Tarotkünstlerin vor. Dieses Mal die liebe Nina Wellmann.


Copyright der Fotos! Nina Wellmann!


Nicole: Hallo Nina, danke für deine Zeit, meine erste Frage an dich: Wenn du jetzt eine der beiden Tarotkarten wärst, welche würdest du gerne für 24 Stunden in deinem Alltag sein? Narr oder Stern? Und warum gerade diese Karte?
Nina: Hallo liebe Nicole, ich danke dir sehr, dass ich hier sein darf und für diese schöne Mögichkeit des Interviews. Gleich zu Beginn eine spannende Frage, über die ich etwas nachdenken durfte. Was mich gerade am meisten ruft, ist glaube ich, der Stern. Der Stern verköpert, finde ich, wie keine andere Karte die pure Authentizität und das ist es, was ich auch in Zukunft noch mehr einladen möchte. Dass ich mich wirklich zeige, wie ich bin, dass ich mich in mir selbst und mit meiner Wahrheit immer wohler fühle. Das würde ich gerne leben, mal für 24 Stunden in genau diese Energie eintauchen: Dieses Gefühl, sich ganz und gar wohl in seinem Körper zu fühlen und sein authentisches Sein komplett annehmen zu können. Das ist eine Energie, in die ich auch gerade versuche, immer mehr hineinzuwachsen.

Nicole: Du hast dein erstes Deck bei Königsfurt Urania Verlag herausbringen dürfen, wie kam es dazu? Wie war da dein Werdegang? 

Nina: Ja, im Mai ist das Soulmirror Tarot erschienen und ich kann euch sagen, dass das ein absolutes Geschenk für mich ist! An dieser Stelle die Einladung an jeden da draußen: Egal wie unwahrscheinlich etwas erscheinen mag, versuch es einfach! Wie kam es dazu? Ich bin Psychologin und habe zu der Zeit, als die Idee entstand, in einer Klinik gearbeitet, die einen sehr tiefenpsychologischen Schwerpunkt verfolgt hat. Da habe ich gemerkt, wie unglaublich viel Potential in unserem Fühlen und in unseren tiefen psychischen Strukturen liegt, wenn wir den Mut finden, da wirklich hinzuschauen (und vor allem hinzu-fühlen). Ich habe zu dem Zeitpunkt bereits länger mit dem Tarot gearbeitet und mir kam durch diese Verbindung mit meiner Arbeit der Wunsch hoch, dass ich genau das vereinen möchte: Tarot und Tiefenpsychologie. Ich hatte bis dato immer mit dem Rider Waite Tarot gearbeitet und doch resonierte auch diese tiefe Symbolik und intensive Farbgebung des Thoth Tarot von Aleister Crowley mit mir (auch wenn ich damit selten aktiv gelegt habe). Es hat sich sukzessive die Idee in mir geformt: Wie bereichernd wäre ein Tarotdeck, dass die zugänglichen Abbildungen des Rider Waite mit der Symbol- und Farbtiefe des Crowley vereinen würde. Und so habe ich mich daran gemacht, diese kontemplativen, fließenden und tiefgehenden Bilder zu kreieren, die ihr im Soulmirror Tarot finden könnt. Neben den Abbildungen wollte ich noch tiefer in das Gefühl und die Energie hinter den Karten eintauchen lassen, darum habe ich im Booklet auf eine reine Erklärung der Kartenbedeutungen verzichtet. Stattdessen habe ich Gefühlstexte geschrieben, die ganz in das Gefühl jeder Karte eintauchen lassen sollen, quasi als würde man "durch den Seelenspiegel" direkt in die Karte reintreten und sich darin wiederfinden und es mit seinem ganzen Erleben aufnehmen. Und einen psychologischen Impuls habe ich natürlich auch noch formuliert, denn das sollte ja auch ein Schwerpunkt des Soulmirror Tarot sein. Ich habe das Exposé eingereicht und die liebe Jennifer aus dem Verlag hat sich zurückgemeldet, tja, und dann hat das ganze Projekt seinen Lauf genommen. 


Nicole: Was bedeutet dir persönlich das Tarot und wie bist du auf Tarot aufmerksam geworden? 
Nina: Puh, das ist gar nicht so leicht, auf den Punkt zu bringen, was Tarot alles für mich bedeutet. Für mich ist es wie eine Sprache, die mir mein Inneres übersetzen kann. Besonders dann, wenn ich selbst noch nicht genau weiß, was ich fühle oder was gerade in mir arbeitet. Ich bin über meine eigene Suche nach Antworten, Heilung und mehr Verbindung zu mir selbst zum Tarot gekommen. Für mich war immer meine Gesundheitsreise zentral und ich habe irgendwann gespürt, dass ich nur weiterkommen werde, wenn ich wieder mehr in Kontakt mit mir, meinem Körper und meinen Gefühlen komme. Mit der Zeit habe ich gemerkt, wie sehr die Karten mir helfen, Dinge sichtbar zu machen, die ich vielleicht gespürt, aber noch nicht verstanden habe. Für mich ist Tarot einfach dieser wundervolle Spiegel und Resonanz- und Schattenraum zugleich. Es hilft mir, mich selbst besser zu verstehen, Muster zu erkennen und wieder mehr Vertrauen in meine eigene innere Stimme zu finden. 



Nicole: Du bist nicht nur eine Kartengestalterin, sondern bei dir geht es auch darum, Psychologie und Tarot zu verbinden, was war dazu deine Anregung? Nutzt du Tarot auch für deine Klient*innen?
Nina: Ich glaube, dass Psychologie eine Brücke sein kann, um sich dem Tarot in einer anderen Sprache zu nähern. Denn im Grunde ist auch Psychologie eine Sprache: Sie gibt dem Namen, was sich in uns bewegt, also unseren Mustern, Glaubenssätzen, inneren Anteilen, Konflikten und Entwicklungsprozessen. Und genau das bildet Tarot für mich ebenfalls ab, nur auf einer symbolischen, bildhaften Ebene. Wenn wir Tarot und Psychologie miteinander verbinden, öffnen wir den Zugang zu diesen archetypischen und universellen Prinzipien für Menschen, die vielleicht weniger über Spiritualität, aber stärker über Selbsterkenntnis, Reflexion und innere Entwicklung kommen. Und ja, ich möchte Tarot auch für meine Kient*innen nutzen. Das psychologische Arbeiten und Reflektieren von inneren Mustern und Anteilen sowie persönliche Weiterentwicklung - all das ist nur möglich, wenn wir Unbewusstes sichtbar machen. Und Tarot ist da ein wundervoller Weg dafür, weil es dem eine Form gibt, was da noch unbenannt und ungreifbar in uns ist. 

Nicole: Was war für dich die größte Hürde im entwerfen deines Tarotsets? Was war leicht, was war für dich selbst eine Herausforderung?
Nina: Die größte Hürde war vielleicht den Abschluss zu finden. Der Prozess und das sukzessive Herausformen der Karten hat sich mit Zeit und Hingabe einfach entwickelt, aber am Ende wirklich zu sagen, dass es jetzt final und abgeschlossen ist, war nicht ganz leicht. Obwohl das auch weniger an meinem Gefühl lag, sondern vielmehr an dem tief verankerten Perfektionismus, von dem ich mich dann mal wieder liebevoll lösen durfte :-)

Nicole: Und jetzt zu dir als Autorin, schreibst du auch Bücher, oder wird da etwas in naher Zeit auf dich zukommen?
Nina: Ja, das ist der Plan. Ich habe tatsächlich schon eine Idee für ein Buch. Bisher war immer nur der Wunsch in mir vorhanden, aber ich habe das Gefühl, durch meinen ersten Release ist da eine Energie und ein Vertrauen freigesetzt worden, dass ich es nun auch endlich in die Umsetzung bringen werde. 

Nicole: Wo ist dein Kartenset entstanden? 
Nina: Überall. Da ich es grafisch am Computer und Handy entworfen habe, war ich natürlich an die technischen Devices "gebunden", aber gearbeitet habe ich überall. Im Gehen, im Stehen, drinnen, draußen, morgens, mittags, abends. Immer mal wieder zwischendurch, mal eine längere Zeit nicht, dann wieder intensiver. Dieser ganze Prozess samt Vorentstehung und dann der Planung mit dem Verlag hat auch tatsächlich zwei Jahre in Anspruch genommen. Umso besonderer, das Projekt jetzt wirklich manifest in Händen halten zu können - das ist echt was ganz Magisches!

Nicole: Hast du selbst Haustiere, die dich durch diesen Prozess begleitet haben?
Nina: Nein, ich habe keine Haustiere. Ich lebe alleine und ich muss gestehen, dass mir Haustiere vielleicht einen Halt und Sicherheit geschenkt hätten, was mir in einigen Phasen des Projektes gut getan hätten. Aber in diesen Momenten haben mich dann liebe Menschen oder das Versinken in einem anderen Hobby wie zum Beispiel der Acrylmalerei oder (natürlich) die Arbeit mit dem Tarot aufgefangen und wieder auf die Spur gebracht. 


Nicole: Was half dir in diesem Prozess, um zu entspannen? Nicht abzufliegen und nicht mehr auf der Erde zu landen? Sondern eben geerdet trotz und gerade wegen deinem Weg zu bleiben?
Nina: Ich würde sagen, dass ich den Boden tatsächlich manchmal verloren habe, aber eben gerade das auch Teil des Weges war. Die Entstehung des Tarotdecks war während einer Zeit, in der ich eine intensive Phase meiner Gesundheitsreise durchgemacht habe, viele emotionale Auf und Abs und in Kontakt mit vielen Schattenthemen gekommen bin. Ja, da habe ich manchmal den Boden verloren und vielleicht war das etwas, was mir auch zu vielen Erkenntnissen verholfen hat. Denn ich denke, auch das gehört zum Prozess dazu. Am Ende hat mich genau dieser Weg, jedes Auf und Ab und jede Erfahrung geerdet, weil es mich hat erkennen lassen, dass eben alles dazugehört. 



Nicole: Liest du selbst Bücher (außer Fachbücher) und wenn ja was ist dein absolutes Lieblingsbuch, oder vielleicht sogar ein Zitat aus einem Buch, was dich ganz stark begleitet hat und dir immer irgendwie Mut, Kraft geschenkt hat?
Nina: Ja, ich lese gerne. In Phasen, in denen ich sehr viel kreativ schaffe, bleibt da wenig Raum. Aber für Inspiration und um seine Perspektiven zu weiten sind Bücher etwas ganz wundervolles. Ich bin tatsächlich absolut angetan von den Büchern von Matthias Thiele, die waren für mich zeitweise eine unglaubliche Inspirationsquelle. Da könnte ich wahrscheinlich hundert Zitate nennen aber in erster Linie ist es vielleicht dieses: "Die Wahrheit ist ein pfadloses Land". Denn ich spreche in meiner Arbeit und in meinem Wirken immer wieder davon, die eigene Wahrheit zu finden und zu leben. Und dieses Zitat beschreibt es so gut wie kein anderes, dass das immer bedeutet, nicht nach links und rechts zu schauen. Nur in sich selbst und in seinen eigenen Tiefen wird man die eigene Wahrheit finden und genau aus diesem Grund braucht es den Seelenspiegel, weil man nur so seine ganz persönlichen Antworten finden wird.  



Nicole. Wie geht es jetzt bei dir weiter, als Autorin, als Kartengestalterin?
Nina: Es sind bereits neue Projekte in Planung. Was ich bereits sagen kann ist, dass im Frühjahr '27 ein Orakeldeck von mir erscheinen wird, natürlich wieder im Königsfurt-Urania Verlag. Ich bin mit dem Verlag auch über weitere Projekte im Gespräch, da kann ich euch aber noch nichts Konkretes sagen.

Nicole: Welche Frage wurde dir jetzt im Prozess als Tarotgestalterin noch nie gestellt, die du aber richtig gern einfach mal beantworten wollen würdest?
Nina: Vielleicht, inwiefern mich der Prozess in meinem Wesen verändert hat, was es von meinem Selbst und meiner Wahrheit an die Oberfläche geholt hat. Das ist auch eine Botschaft, die ich nach außen tragen möchte: Ihr Lieben, fangt an, etwas zu erschaffen! Etwas manifest in diese Welt zu bringen, egal ob es malen, basteln, bauen, schreiben, dichten oder jegliche andere Form des kreativen Schaffens ist. Bring deine Vision, deine Idee, in eine feste, sichtbare, greifbare Form! Setze das um, was da in dir ist! Und da muss man auch kein Künstler für sein, sondern wir alle sind schöpferische Wesen und es setzt so viel unseres inneren Feuers und unseres Potentials frei und es macht so glücklich und zufrieden, etwas wirklich zu erschaffen - dem einen manifesten Ausdruck zu geben, was da in einem ist. Das ist eine Erfahrung, die ich jedem wünsche, in welcher Form auch immer. 


Nicole: Ich danke dir das du dir Zeit für meine Fragen genommen hast und bin gespannt wie es weiter geht und auch wenn ich leider dein Deck selbst noch nicht habe, steht auf der Wunschliste, freue ich mich, dass du als Autorin nun unterwegs bist.
Nina: Ich danke dir auch für diese wundervolle Möglichkeit und ich hoffe so sehr, dass meine Worte und das Soulmirror Tarot Deck weiter Menschen auf diese besondere Weise erreichen kann, wie es mir jetzt gerade gespiegelt wird. Allein dafür hat es sich schon gelohnt: So viel Resonanz zu erleben und mit so vielen wundervollen Seelen in Kontakt kommen zu dürfen. Dankeschön!



Donnerstag, 8. Oktober 2026

48/26) Der Rote Löwe

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Titel: Der Rote Löwe
Autorin: Mária Szepes
Übersetzung: Gottfried Feidel
Seitenanzahl: 688 Seiten
ISBN: 978-3492285438
Verlag: Piper -> Link
Preis: 18,00 €
ET: 01.08.2004 13. Auflage
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Kurzmeinung:
Deine Handlungen haben klare Folgen, bist du derer dir bewusst?
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Donnerstag, 1. Oktober 2026

Soulmirror Tarot

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Titel: Soulmirror Tarot
Autorin: Nina Wellmann
Seitenanzahl: 208 Seiten
Karten: 78
Verlag: Königsfurt Urania -> Link
ISBN: 978-3868265897
Preis: 26,00 €
ET: 30.04.2026
Copyright des Covers: Königsfurt Urania Verlag!
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Kurzmeinung:
Ein Deck, das mir mehr zeigt, als ich hin und wieder sehen möchte, aber stets mit Wertschätzung und mit Aufrichten statt Niederrichten!
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Mittwoch, 30. September 2026

Monatsstatistik September 26


Bücher die ich gelesen habe:

5 Stück. 
Davon sind 0 Highlights gewesen :-) 
davon 0 Monatshighlights!
davon sind 0 ein Flop gewesen :(
davon sind 0 ein Abbruch gewesen
5 Bücher die ich richtig gelesen habe = 1476 Seiten gesamt = 49 Seiten/Tag

Bücher: 5



















 

47/26) Ich und alle meine Ichs


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Titel: Ich und alle meine Ichs
Autor: Andreas Thamm
Illustrationen: Melina Lebel
Seitenanzahl: 36 Seiten
ISBN: 978-3943833768
Verlag: Edition Pastorplatz -> Link
Preis: 16,00 €
Alter: ab 5 Jahren
ET: 17.03.2026
Copyright des Covers: Edition Pastorplatz!
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Kurzmeinung:
Ich.?!
Und wer ist das Ich?
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Montag, 28. September 2026

46/26) Freiheit für die Waldwiesel

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Titel: Freiheit für die Waldwiesel
Autorin: Stepha Quitterer
Illustrationen: Barbara Jung
Seitenanzahl: 320 Seiten
ISBN: 978-3836963374
Verlag: Gerstenbergverlag -> Link
Preis: 18,00 €
Alter: ab 10 Jahren
ET: 26.01.2026
Copyright des Covers: Gerstenberg Verlag!
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Kurzmeinung:
Ein klein bisschen detektivisch, ein klein bisschen rüttelnd, und ein klein bisschen Abenteuer.
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Mittwoch, 23. September 2026

45/26) Iggy und das T-Shirt des Schreckens

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Titel: Iggy und das T-Shirt des Schreckens
Autorin: Julia Blesken
Illustrationen: Olivia Vieweg
Seitenanzahl: 272 Seiten
ISBN:  978-3-8369-6372-5
Verlag: Gerstenberg Verlag -> Link
Preis: 18,00 €
Alter: ab 9 Jahren
ET: 30.06.2026
Copyright des Covers: Gerstenberg Verlag!
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Kurzmeinung:
Skurril und zeitgleich eine wichtige Lektion für das Leben!
Du bist nicht verrückter als alle anderen, du darfst nur erkennen, deine Besonderheiten zu feiern!
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Freitag, 4. September 2026

44/26) Vortex Die Liebe, die den Anfang brachte

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Titel: Vortex Die Liebe, die den Anfang brachte
Autorin: Anna Benning
Seitenanzahl: 544 Seiten
ISBN: 978-3737341882
Verlag: KJB -> Link
Preis: 18,00 €
Alter: ab 14 Jahren
ET: 26.05.2021
Copyright des Covers: Fischer Sauerländer Verlag!
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Kurzmeinung:
Ein Ende, dass den Anfang bringt und man könnte direkt nochmals in diese Reihe eintauchen!
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Dienstag, 1. September 2026

43/26) Thirteen Witches Der Palast der Träume

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Titel: Thirteen Witches Der Palast der Träume
Autorin: Jodi Lynn Anderson
Übersetzung: Kanut Kirches
Seitenanzahl: 304 Seiten
ISBN: 978-3407752925
Verlag: Beltz und Gelberg -> Link
Preis: 16,00 €
Alter: ab 11 Jahren
ET: 17.07.2025
Copyright des Covers: Beltz und Gelberg Verlag!
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Kurzmeinung:
Das große Finale der Reihe, das hin und wieder etwas Durstrecken mit sich brachte, und am Ende einfach das Herz berührte.
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Montag, 31. August 2026

Monatsstatistik August 26


Bücher die ich gelesen habe:

7 Stück. 
Davon sind 1 Highlights gewesen :-) 
davon 0 Monatshighlights!
davon sind 0 ein Flop gewesen :(
davon sind 0 ein Abbruch gewesen
7 Bücher die ich richtig gelesen habe = 1432 Seiten gesamt = 46 Seiten/Tag

Bücher: 7