Obwohl es bei mir nur eine echte Meinung gibt, und ich mich auch nicht für meine Meinung kaufen lasse! Muss ich euch diesen Vermerk geben, zeitgleich weil Fragen gekommen sind, ich verdiene keinen einzigen Cent mit meinem Blog: WERBUNG: Folgendes kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung: In meinen Beiträgen finden sich Links zu Verlagen, Autoren und literarischen Agenturen, sowie zu Büchern auf Amazon, Audible oder der Webseite des jeweiligen Verlags bzw. Autors. Andere Links werden jeweils im Beitrag gekennzeichnet.

Freitag, 9. Oktober 2026

Interview Nina Wellmann

 Hallo ihr Lieben, 
Mal wieder ist Interview-Zeit und nachdem ich selbst nicht auf der Buchmesse bin, stell ich euch einfach eine tolle Tarotkünstlerin vor. Dieses Mal die liebe Nina Wellmann.


Copyright der Fotos! Nina Wellmann!


Nicole: Hallo Nina, danke für deine Zeit, meine erste Frage an dich: Wenn du jetzt eine der beiden Tarotkarten wärst, welche würdest du gerne für 24 Stunden in deinem Alltag sein? Narr oder Stern? Und warum gerade diese Karte?
Nina: Hallo liebe Nicole, ich danke dir sehr, dass ich hier sein darf und für diese schöne Mögichkeit des Interviews. Gleich zu Beginn eine spannende Frage, über die ich etwas nachdenken durfte. Was mich gerade am meisten ruft, ist glaube ich, der Stern. Der Stern verköpert, finde ich, wie keine andere Karte die pure Authentizität und das ist es, was ich auch in Zukunft noch mehr einladen möchte. Dass ich mich wirklich zeige, wie ich bin, dass ich mich in mir selbst und mit meiner Wahrheit immer wohler fühle. Das würde ich gerne leben, mal für 24 Stunden in genau diese Energie eintauchen: Dieses Gefühl, sich ganz und gar wohl in seinem Körper zu fühlen und sein authentisches Sein komplett annehmen zu können. Das ist eine Energie, in die ich auch gerade versuche, immer mehr hineinzuwachsen.

Nicole: Du hast dein erstes Deck bei Königsfurt Urania Verlag herausbringen dürfen, wie kam es dazu? Wie war da dein Werdegang? 

Nina: Ja, im Mai ist das Soulmirror Tarot erschienen und ich kann euch sagen, dass das ein absolutes Geschenk für mich ist! An dieser Stelle die Einladung an jeden da draußen: Egal wie unwahrscheinlich etwas erscheinen mag, versuch es einfach! Wie kam es dazu? Ich bin Psychologin und habe zu der Zeit, als die Idee entstand, in einer Klinik gearbeitet, die einen sehr tiefenpsychologischen Schwerpunkt verfolgt hat. Da habe ich gemerkt, wie unglaublich viel Potential in unserem Fühlen und in unseren tiefen psychischen Strukturen liegt, wenn wir den Mut finden, da wirklich hinzuschauen (und vor allem hinzu-fühlen). Ich habe zu dem Zeitpunkt bereits länger mit dem Tarot gearbeitet und mir kam durch diese Verbindung mit meiner Arbeit der Wunsch hoch, dass ich genau das vereinen möchte: Tarot und Tiefenpsychologie. Ich hatte bis dato immer mit dem Rider Waite Tarot gearbeitet und doch resonierte auch diese tiefe Symbolik und intensive Farbgebung des Thoth Tarot von Aleister Crowley mit mir (auch wenn ich damit selten aktiv gelegt habe). Es hat sich sukzessive die Idee in mir geformt: Wie bereichernd wäre ein Tarotdeck, dass die zugänglichen Abbildungen des Rider Waite mit der Symbol- und Farbtiefe des Crowley vereinen würde. Und so habe ich mich daran gemacht, diese kontemplativen, fließenden und tiefgehenden Bilder zu kreieren, die ihr im Soulmirror Tarot finden könnt. Neben den Abbildungen wollte ich noch tiefer in das Gefühl und die Energie hinter den Karten eintauchen lassen, darum habe ich im Booklet auf eine reine Erklärung der Kartenbedeutungen verzichtet. Stattdessen habe ich Gefühlstexte geschrieben, die ganz in das Gefühl jeder Karte eintauchen lassen sollen, quasi als würde man "durch den Seelenspiegel" direkt in die Karte reintreten und sich darin wiederfinden und es mit seinem ganzen Erleben aufnehmen. Und einen psychologischen Impuls habe ich natürlich auch noch formuliert, denn das sollte ja auch ein Schwerpunkt des Soulmirror Tarot sein. Ich habe das Exposé eingereicht und die liebe Jennifer aus dem Verlag hat sich zurückgemeldet, tja, und dann hat das ganze Projekt seinen Lauf genommen. 


Nicole: Was bedeutet dir persönlich das Tarot und wie bist du auf Tarot aufmerksam geworden? 
Nina: Puh, das ist gar nicht so leicht, auf den Punkt zu bringen, was Tarot alles für mich bedeutet. Für mich ist es wie eine Sprache, die mir mein Inneres übersetzen kann. Besonders dann, wenn ich selbst noch nicht genau weiß, was ich fühle oder was gerade in mir arbeitet. Ich bin über meine eigene Suche nach Antworten, Heilung und mehr Verbindung zu mir selbst zum Tarot gekommen. Für mich war immer meine Gesundheitsreise zentral und ich habe irgendwann gespürt, dass ich nur weiterkommen werde, wenn ich wieder mehr in Kontakt mit mir, meinem Körper und meinen Gefühlen komme. Mit der Zeit habe ich gemerkt, wie sehr die Karten mir helfen, Dinge sichtbar zu machen, die ich vielleicht gespürt, aber noch nicht verstanden habe. Für mich ist Tarot einfach dieser wundervolle Spiegel und Resonanz- und Schattenraum zugleich. Es hilft mir, mich selbst besser zu verstehen, Muster zu erkennen und wieder mehr Vertrauen in meine eigene innere Stimme zu finden. 



Nicole: Du bist nicht nur eine Kartengestalterin, sondern bei dir geht es auch darum, Psychologie und Tarot zu verbinden, was war dazu deine Anregung? Nutzt du Tarot auch für deine Klient*innen?
Nina: Ich glaube, dass Psychologie eine Brücke sein kann, um sich dem Tarot in einer anderen Sprache zu nähern. Denn im Grunde ist auch Psychologie eine Sprache: Sie gibt dem Namen, was sich in uns bewegt, also unseren Mustern, Glaubenssätzen, inneren Anteilen, Konflikten und Entwicklungsprozessen. Und genau das bildet Tarot für mich ebenfalls ab, nur auf einer symbolischen, bildhaften Ebene. Wenn wir Tarot und Psychologie miteinander verbinden, öffnen wir den Zugang zu diesen archetypischen und universellen Prinzipien für Menschen, die vielleicht weniger über Spiritualität, aber stärker über Selbsterkenntnis, Reflexion und innere Entwicklung kommen. Und ja, ich möchte Tarot auch für meine Kient*innen nutzen. Das psychologische Arbeiten und Reflektieren von inneren Mustern und Anteilen sowie persönliche Weiterentwicklung - all das ist nur möglich, wenn wir Unbewusstes sichtbar machen. Und Tarot ist da ein wundervoller Weg dafür, weil es dem eine Form gibt, was da noch unbenannt und ungreifbar in uns ist. 

Nicole: Was war für dich die größte Hürde im entwerfen deines Tarotsets? Was war leicht, was war für dich selbst eine Herausforderung?
Nina: Die größte Hürde war vielleicht den Abschluss zu finden. Der Prozess und das sukzessive Herausformen der Karten hat sich mit Zeit und Hingabe einfach entwickelt, aber am Ende wirklich zu sagen, dass es jetzt final und abgeschlossen ist, war nicht ganz leicht. Obwohl das auch weniger an meinem Gefühl lag, sondern vielmehr an dem tief verankerten Perfektionismus, von dem ich mich dann mal wieder liebevoll lösen durfte :-)

Nicole: Und jetzt zu dir als Autorin, schreibst du auch Bücher, oder wird da etwas in naher Zeit auf dich zukommen?
Nina: Ja, das ist der Plan. Ich habe tatsächlich schon eine Idee für ein Buch. Bisher war immer nur der Wunsch in mir vorhanden, aber ich habe das Gefühl, durch meinen ersten Release ist da eine Energie und ein Vertrauen freigesetzt worden, dass ich es nun auch endlich in die Umsetzung bringen werde. 

Nicole: Wo ist dein Kartenset entstanden? 
Nina: Überall. Da ich es grafisch am Computer und Handy entworfen habe, war ich natürlich an die technischen Devices "gebunden", aber gearbeitet habe ich überall. Im Gehen, im Stehen, drinnen, draußen, morgens, mittags, abends. Immer mal wieder zwischendurch, mal eine längere Zeit nicht, dann wieder intensiver. Dieser ganze Prozess samt Vorentstehung und dann der Planung mit dem Verlag hat auch tatsächlich zwei Jahre in Anspruch genommen. Umso besonderer, das Projekt jetzt wirklich manifest in Händen halten zu können - das ist echt was ganz Magisches!

Nicole: Hast du selbst Haustiere, die dich durch diesen Prozess begleitet haben?
Nina: Nein, ich habe keine Haustiere. Ich lebe alleine und ich muss gestehen, dass mir Haustiere vielleicht einen Halt und Sicherheit geschenkt hätten, was mir in einigen Phasen des Projektes gut getan hätten. Aber in diesen Momenten haben mich dann liebe Menschen oder das Versinken in einem anderen Hobby wie zum Beispiel der Acrylmalerei oder (natürlich) die Arbeit mit dem Tarot aufgefangen und wieder auf die Spur gebracht. 


Nicole: Was half dir in diesem Prozess, um zu entspannen? Nicht abzufliegen und nicht mehr auf der Erde zu landen? Sondern eben geerdet trotz und gerade wegen deinem Weg zu bleiben?
Nina: Ich würde sagen, dass ich den Boden tatsächlich manchmal verloren habe, aber eben gerade das auch Teil des Weges war. Die Entstehung des Tarotdecks war während einer Zeit, in der ich eine intensive Phase meiner Gesundheitsreise durchgemacht habe, viele emotionale Auf und Abs und in Kontakt mit vielen Schattenthemen gekommen bin. Ja, da habe ich manchmal den Boden verloren und vielleicht war das etwas, was mir auch zu vielen Erkenntnissen verholfen hat. Denn ich denke, auch das gehört zum Prozess dazu. Am Ende hat mich genau dieser Weg, jedes Auf und Ab und jede Erfahrung geerdet, weil es mich hat erkennen lassen, dass eben alles dazugehört. 



Nicole: Liest du selbst Bücher (außer Fachbücher) und wenn ja was ist dein absolutes Lieblingsbuch, oder vielleicht sogar ein Zitat aus einem Buch, was dich ganz stark begleitet hat und dir immer irgendwie Mut, Kraft geschenkt hat?
Nina: Ja, ich lese gerne. In Phasen, in denen ich sehr viel kreativ schaffe, bleibt da wenig Raum. Aber für Inspiration und um seine Perspektiven zu weiten sind Bücher etwas ganz wundervolles. Ich bin tatsächlich absolut angetan von den Büchern von Matthias Thiele, die waren für mich zeitweise eine unglaubliche Inspirationsquelle. Da könnte ich wahrscheinlich hundert Zitate nennen aber in erster Linie ist es vielleicht dieses: "Die Wahrheit ist ein pfadloses Land". Denn ich spreche in meiner Arbeit und in meinem Wirken immer wieder davon, die eigene Wahrheit zu finden und zu leben. Und dieses Zitat beschreibt es so gut wie kein anderes, dass das immer bedeutet, nicht nach links und rechts zu schauen. Nur in sich selbst und in seinen eigenen Tiefen wird man die eigene Wahrheit finden und genau aus diesem Grund braucht es den Seelenspiegel, weil man nur so seine ganz persönlichen Antworten finden wird.  



Nicole. Wie geht es jetzt bei dir weiter, als Autorin, als Kartengestalterin?
Nina: Es sind bereits neue Projekte in Planung. Was ich bereits sagen kann ist, dass im Frühjahr '27 ein Orakeldeck von mir erscheinen wird, natürlich wieder im Königsfurt-Urania Verlag. Ich bin mit dem Verlag auch über weitere Projekte im Gespräch, da kann ich euch aber noch nichts Konkretes sagen.

Nicole: Welche Frage wurde dir jetzt im Prozess als Tarotgestalterin noch nie gestellt, die du aber richtig gern einfach mal beantworten wollen würdest?
Nina: Vielleicht, inwiefern mich der Prozess in meinem Wesen verändert hat, was es von meinem Selbst und meiner Wahrheit an die Oberfläche geholt hat. Das ist auch eine Botschaft, die ich nach außen tragen möchte: Ihr Lieben, fangt an, etwas zu erschaffen! Etwas manifest in diese Welt zu bringen, egal ob es malen, basteln, bauen, schreiben, dichten oder jegliche andere Form des kreativen Schaffens ist. Bring deine Vision, deine Idee, in eine feste, sichtbare, greifbare Form! Setze das um, was da in dir ist! Und da muss man auch kein Künstler für sein, sondern wir alle sind schöpferische Wesen und es setzt so viel unseres inneren Feuers und unseres Potentials frei und es macht so glücklich und zufrieden, etwas wirklich zu erschaffen - dem einen manifesten Ausdruck zu geben, was da in einem ist. Das ist eine Erfahrung, die ich jedem wünsche, in welcher Form auch immer. 


Nicole: Ich danke dir das du dir Zeit für meine Fragen genommen hast und bin gespannt wie es weiter geht und auch wenn ich leider dein Deck selbst noch nicht habe, steht auf der Wunschliste, freue ich mich, dass du als Autorin nun unterwegs bist.
Nina: Ich danke dir auch für diese wundervolle Möglichkeit und ich hoffe so sehr, dass meine Worte und das Soulmirror Tarot Deck weiter Menschen auf diese besondere Weise erreichen kann, wie es mir jetzt gerade gespiegelt wird. Allein dafür hat es sich schon gelohnt: So viel Resonanz zu erleben und mit so vielen wundervollen Seelen in Kontakt kommen zu dürfen. Dankeschön!



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Danke für euren Blogbesuch.
Wichtige Information zum Datenschutz
Bei Absenden eines Kommentars akzeptierst du diese und gibst dein Einverständnis, dass deine Daten gespeichert / weiterverarbeitet werden. Wenn du das nicht wünschst, kannst du dennoch Anonym kommentieren, aber auch hierfür kann ich euch nur sagen, das Blogspot leider noch nicht Regelkonform ist.

Danke das du mir ein paar Gedanken da gelassen hast. Sie werden jedoch erst noch freigeschaltet, es sei den es ist Spam, oder anderes was ich nicht dulde auf meiner Seite.

Bei nächster Gelegenheit komme ich dich auch besuchen und werde dir auch einen Kommentar hinterlassen. Fragen beantworte ich dir dann dort auch sehr gerne.
Einen ganz lieben Gruß
Nicole