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Dienstag, 13. Oktober 2026

Interview mit Saskia Heinl



Saskia Heinl 
Das Copyright liegt bei der Autorin sämtlicher Bilder!
Wo schreibt die Autorin am liebsten?
Ich schreibe am liebsten an meinem Schreibtisch oder an der Nordsee, habe aber 1000 Notizbücher und meist eins dabei, weil eine Idee plötzlich angeflogen kommt, die ich dann dort notiere, wo ich gerade bin.


Nicole: Hallo Saskia, zuerst einmal ein dickes Dankeschön für deine Zeit mit mir und meinem Blog,


Saskia: Mein Name ist Saskia Heinl. Ich bin Kinderbuchautorin, Mama und Grundschullehrerin und liebe es tiefgehende, mutmachende, spannende und humorvolle Geschichten zu schreiben, die Kindern Oasen im Alltag bieten.


Zu besonders sensiblen Themen führe ich Interviews und verwandele Gehörtes in Geschichten für Kinder, um sie in ihren besonderen Situationen wertzuschätzen und zu ermutigen. Meine Leidenschaft ist es, Kinderohren zum Lauschen, Kinderaugen zum Leuchten, und Kinder mit allem was sie sind, zum Lachen oder Lächeln zu bringen.


Ich liebe Zartbitter-Nuss-Schokolade, und das Fliegen mit meinem Fahrrad durch die Natur. 😉

Ich entspanne tatsächlich beim Schreiben an einem ruhigen Ort und früh morgens, wenn alle noch schlafen. Das überarbeiten, das Marketing und alles drum herum, das ist die anstrengende Arbeit für mich. Lesen mag ich natürlich auch. Außerdem schaue ich auch gerne einen Film und fahre Fahrrad.




Nicole: Wenn du dir für einen Tag aussuchen dürftest ob du lieber ein Baum oder eine Wolke sein dürftest, was wäre für dich die Wahl der Qual und was würdest du gerne dabei erleben?

Saskia: Eine Wolke, eindeutig, denn fliegen bedeutet für mich Freiheit und Leichtigkeit. Deswegen ist mein Lieblingstier auch der Vogel. Ich würde einfach fliegen und die Luft und Sonne genießen, denn natürlich wäre ich keine Regenwolke, sondern eine schön fluffige Schönwetterwolke. 😉





Nicole: Du hast ja schon mehrere Bücher jetzt auf den Buchmarkt bringen dürfen, magst du darüber uns Lesern etwas erzählen?

Saskia:

Gerne. Ich habe bei einem kleinen Verlag angefangen, der leider die Corona Krise nicht überstanden hat. Dort ist ein Vorlesebuch, ein Kinderbuch ab 8 und ein passendes Bauheft dazu erschienen. Inzwischen habe ich für zwei größere Verlage schon ein Erstlesebuch, ein Bilderbuch, zwei erzählende Sachbilderbücher und einen Kinderroman ab 10 geschrieben. Zu einer Anthologie zu Gunsten krebskranker Kinder durfte ich eine Geschichte beisteuern. Gerade arbeite ich an einem Booki-Buch, das in einem dritten Verlag erscheint. Jetzt, Ende Juni 2026 erscheint ein Kinderbuch zum Thema Sepsis. Ich habe dazu Sepsis-Betroffene interviewt. Dieses Buch ist ein Auftrag der Deutschen Sepsis Hilfe e.V. im Rahmen der Aufklärungskampagne des Gesundheitsministeriums und darf Kinder unterstützen, in deren Familie Sepsis-Betroffene leben. „Papas kleiner Gemeinling“ ist mir daher ein großes Herzensanliegen. Schaut gerne mal auf meiner Homepage vorbei. Es wäre doch sehr viel Text hier, meine Bücher hier im Detail zu beschreiben ( www.saskiaheinl.de). Auf meinem Insta-Kanal findet ihr sogar noch mehr Infos.



Nicole: Du schreibst vor allem in christlichen Verlagen, was ich gut finde, denn dort findet man auch richtig schöne Geschichten, war das eher leicht oder schwer für dich, in diese Verlage zu kommen? Was war dein schönstes und auch das schlimmste Erlebnis in deiner Buchwelt


Saskia:

Ich bin leidenschaftlich gerne evangelische Religionslehrerin. Daher waren diese Verlage naheliegend für mich. Ich bin Mitglied in der Kinderbuchmanufaktur. Dadurch sind die Verlagsverbindungen entstanden. Über persönliche Kontakte also.


Mein erster Verlag war kein christlicher Verlag und auch das Sepsis-Buch beispielsweise hat keine christlichen Inhalte. Ich passe mich da an. Mit oder ohne christliche Inhalte. Beides kann ich schreiben.



Nicole: In deinen Büchern geht es um sehr verschiedene Dinge, magst du uns Leser darüber etwas erzählen? Und neben Kinderbüchern hast du ja auch ein Buch für hochsensible Menschen herausgebracht, was leider oft noch als Schimpfwort gilt, aber hier nicht als Schimpfwort gemeint ist, sondern hochsensibel zu sein, bedeutet für mich das ich schneller reizüberflutet bin und mich auch schnell mal verliere. Wie ist das bei dir und was kannst du uns darüber berichten?


Saskia:

Ja, verschiedene Themen gibt es in meinen Büchern. Das stimmt. Ein Elternteil ist krank, Adoption- und Pflegekinder, das Leben 1945, eine Art Flüchtlingsgeschichte, ein Kind mit Chemo und jetzt kommt das Thema Sepsis. Hochsensibilität und „nicht lesen wollen“  waren auch schon Themen. All das waren tiefgehende Themen und ich habe viele Interviews dazu geführt, damit die Geschichten authentisch werden. Ich mag es, wenn auch bei dieser Art Geschichten an der einen oder anderen Stelle geschmunzelt werden darf. Dann drücken die Themen nicht so schwer. Deswegen darf man das bei meinen Büchern.


Ich mag übrigens auch lustige Geschichten. Momentan lebe ich das vor allem in meinen interaktiven Geschichtenmoderationen aus. Fotos dazu findet ihr auf meinem Insta-Account. Ich liebe es einfach, Kinder lachen zu sehen. Ein paar fertige lustige Geschichten liegen schon bei meiner Literaturagentin und suchen ein Verlagszuhause. Ich hoffe, sie findet bald ein Plätzchen. 😊


Eines meiner ersten Bücher war tatsächlich das Buch „Fühlis erste Schulabenteuer“. Es ist bei einem kleinen Verlag erschienen, der sich u.a. auf Bücher für hochsensible Kinder spezialisiert hatte.


Da ich Grundschullehrerin bin und selbst hochsensibel, erkennen ich hochsensible Kinder natürlich auch in meinem Schulalltag. Ich habe mich gefreut, als ich den Auftrag bekam, ein Buch für SchulanfängerInnen zu schreiben. Dabei war es mir wichtig ein Mutmachbuch zu schreiben, und keines, das nur die negativen Seiten und Herausforderungen betont. Da alle Kinder viele Emotionen beim Schulanfang voller unterschiedlicher Emotionen sind, war ich schon in KITAs und 1. Klassen zur Theaterlesung mit diesem Buch eingeladen.


Ich finde, dass jeder Charakterzug Schwächen und Stärken hat. Und eine Stärke von hochsensiblen Menschen kann zum Beispiel sein, sich gut in andere hineinversetzen zu können. Ja, wir nehmen viel auf und wahr, aber das ist in vielen Bereichen eine Stärke. Und ja, Reizüberflutung ist ein bekanntes Thema. Da muss man gut auf sich achten und den Tank wieder füllen. Ich habe über die Jahre gelernt die Stärken zu nutzen, z.B. meine große Vorstellungskraft. Diese ist beim Schreiben von Geschichten von großem Vorteil. 😉 Auf meine Schwächen kann ich inzwischen achten und für mich sorgen. Klappt natürlich nicht immer im Alltag, aber inzwischen meistens. All das was ich gelernt habe, gebe ich auch gerne an Kinder weiter. Ich möchte sie ermutigen und sie wertschätzen.


Wer als Erwachsene sich mehr und positiv mit dem Thema beschäftigen will, dem kann ich das Buch von Christina Herr „Mit Feinsinn und Hochgefühl“ (Neukirchener Verlag)  empfehlen. Darin finden sich sehr gute Erklärungen und 16 Frauen berichten aus ihrem Leben als Hochsensible. Ich durfte auch einen Beitrag leisten.



Nicole: Ich kann mir vorstellen, dass es gar nicht so einfach ist, Brotjob, Buchschreiben, Haushalt (der sich nicht von alleine macht), sowie Kinder und was so alles dazu gehört, unter einen Hut zu bekommen, wie entspannst du dort in solchen Zeiten? Was gibt dir Kraft und Halt? 


Saskia:

Ich arbeite in Teilzeit als Lehrerin, sonst wäre das nicht möglich. Meine Kinder sind inzwischen Teenager, auch das verschafft mir ein bisschen mehr Zeit. 😊 Ach, und der Haushalt. Tja, alle in der Familie helfen mit. Meistens … Wir leben ja auch alle zusammen. 😉 Aber jonglieren muss ich trotzdem. Das Schreiben gibt mir aber auch viel Energie und meine Familie steht voll hinter mir und unterstützt mich. Das macht es auf jeden Fall einfacher.


Also, ich liebe das Schreiben. Deswegen, wenn mir der Trubel zu viel wird, setze ich mich hin und denke mir eine Geschichte aus. 😊 Zeit mit meiner Familie und Freunden zu verbringen, tut auch gut. Sonntags gehe ich in den Gottesdienst. Ich lese auch gerne christliche Romane, da es mich beeindruckt, wie Menschen ihren Glauben im Alltag gelebt haben oder leben und dadurch Kraft, Schwung und Zuversicht bekommen. Und mein Fahrrad, das liebe ich auch oder mal einen Film schauen. 😊


Ich habe einen Bücherschrank. Aber schaut mal, das ist mein neuster Bücherschrank. Er ist ungefähr 15 cm hoch. Ich habe ihn auf einem Künstlerhandwerkermarkt gefunden und die Verkäuferin hat mit extra noch Kinderbücher hineingeklebt. Ich lieb`s!


Nicole: Liest du selbst gerne und was ist dein absolutes Lieblingsbuch, das vielleicht sogar für dich schon so viel Inspiration lieferte, um dich durch schwere Zeiten zu begleiten? Hast du da vielleicht sogar ein Lieblingszitat?


Saskia: Ja, ich bin eine Vielleserin, und lese am liebsten historische Romane. Ermutigen? Es gibt Bibelverse, die mich ermutigen und mich durch schwere Zeiten begleitet haben. Wie z.B. die Geschichte der Sturmstillung.  Wenn das Leben stürmisch ist, bin ich nicht alleine, weil Jesus mit mir im Boot sitzt. Das hat mir mal in einer schweren Zeit richtig viel Kraft gegeben. 


Wie viele Menschen, finde auch ich Pippi Langstrumpf toll. Vielleicht kommt mein Interesse am Thema „Fliegen“ daher. Pippi ist auch oft mit allem Möglichen geflogen. Ich mag die Fantasie und die grenzenlosen Möglichkeiten in den Geschichten. Auch das gereimte Buch von Paul Maar „Lillys Geheimnis“ finde ich toll. Aktuell bin ich besonders begeistert von „Zwei warten auf Schnee“ von Jan Kaiser. Die Auflösung am Ende ist einfach brillant. Auch „Seepferdchen sind ausverkauft“ von Constanze Spengler ist toll. Als Kind war mein Lieblingsbuch „Mein kleiner Esel Benjamin“.


Nicole: Du bist ja auch Christin, und wie fandest du zu diesem Weg?


Saskia: Oh, das ist eine lange Geschichte. Zu lange für hier, glaube ich. An nichts glauben, konnte ich nicht. Also habe ich geprüft und geforscht, nach Gott gefragt, mich mit unterschiedlichen Menschen unterhalten, evangelische Theologie studiert, mich mit der Bibel beschäftigt und mich dann entschieden. Kurz-Form! 😊



Nicole: Hast du vielleicht neben all dem Alltagswahnsinn auch noch ein Haustier was dir vielleicht sogar beim Schreiben hilft?

Saskia: Nein, ich habe keine Haustiere. Die Kinder in der Schule, meine eigenen, die von Freunden, die die ich in meinem Alltag sehe, all diese Kinder inspirieren mich zu Geschichten. Tiere? Nur solche aus Stoff: Handpuppen. 


Simon, die Schnecke und Otto, den Flugsaurier, um mal zwei zu nennen. Ich habe mal einen Bauchrednerkurs besucht. Bauchreden finde ich total faszinierend. Ich benutzte die Handpuppen oft in der Grundschule. Leider habe ich kein Foto von dem quirligen Simon oder dem gefräßigen Otto mit den lachenden Kindern. Eins aus Corona Zeiten habe ich noch gefunden. Dort wurden wir gefilmt und der Film wurde dann an die Kinder geschickt.


Nicole: Und wo schreibst du eigentlich so deine Bücher, hast du dafür einen Lieblingsplatz?

Saskia: Ich schreibe meist an meinem Schreibtisch zuhause oder ... (Siehe auch Text bei Foto Nummer 1)



Nicole: Du sag mal: Welche Frage wurde dir noch nie gestellt, die du aber unbedingt gern mal beantworten würdest?

Saskia: Mmmh. Wie wäre es damit: Warum machst du Theaterlesungen und denkst dir lustige interaktive Theaterstücke für Kinder aus?


Meine Antwort: Ich liebe es, Kinder zum Lachen zu bringen und das geht am besten, wenn man sich verkleidet.


Nicole: Wie ist eigentlich der Weg für dich so als Autorin? Hast du da vielleicht sogar Tipps für Menschen die selbst gerne schreiben?


Saskia: Schreiben, schreiben, schreiben. In die Zielgruppe eintauchen und Handwerkszeug z.B. über ein Studium der Kinder- und Jugendliteratur erwerben.


Nicole: Wie gehts eigentlich bei dir jetzt als Autorin weiter?


Saskia:

Ich bin am schreiben und nächstes Jahr erscheinen zwei weitere Bücher. Ein paar fertige Geschichten liegen, wie gesagt, bei meiner Literaturagentin und ich hoffe, sie finden bald ein Verlagszuhause. Demnächst habe ich ein Zoom-Meeting mit einer Verlagsleiterin, die eine Idee mit mir besprechen will. Mal schauen, vielleicht entsteht da auch ein neues Buch. Es bleibt spannend! 😊



Nicole: Ich danke dir für deine Zeit und deine Auskunft und wünsch dir für das nächste Werk und überhaupt ganz viel Segen. Und hoffe sehr das ich bald wieder etwas von dir lesen darf.


 Saskia: Vielen Dank, Nicole. Dir auch alles Gute und viel Segen!



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