Nicole: Danke für deine Zeit mit mir und das du mir ein paar Fragen beantworten möchtest. Meine erste Frage an dich: Frühling oder Herbst, welche Jahreszeit wärst du am liebsten und warum?
Anastasia: Der Frühling ist meine allerliebste Jahreszeit. Sobald es warm und sonnig wird, bin ich sofort ein bisschen glücklicher.
Nicole: Du hast jetzt bei Südpol Verlag ein Buch heraus gebracht, wo es um eine Musikakademie geht. Möchtest du unseren Lesern kurz verraten um was es geht und wie diese Idee dich fand, und was dir an diesem Buch am wichtigsten ist, natürlich ohne zu spoilern.
Anastasia: Die Idee zu meinem Buch kam mir beim Schauen einer Reportage über mein Herkunftsland Kirgisistan. Vor über dreißig Jahren bin ich von dort weggezogen. Als im Fernsehen plötzlich eine Melodie erklang, es waren traditionelle Komuzklänge, fühlte ich mich auf wundersame Weise wieder dorthin zurückversetzt. Die Musik hat mich gedanklich einfach mitgenommen. Dieser Moment war so magisch, dass ich mich ernsthaft gefragt habe, ob es so etwas wie Musikmagie gibt. Anders konnte ich mir dieses Gefühl nicht erklären. Also habe ich mich im Internet auf die Suche nach Büchern über Musikmagie gemacht, und nichts gefunden. Genau da wurde die Idee zu meinem eigenen Buch geboren. In meiner Geschichte geht es deshalb um Freundschaft, Zusammenhalt, um die besondere Kraft der Musik, und zugleich von der Suche der eigenen Identität.
Nicole: Wenn du jetzt die Möglichkeit hättest einen deiner Protagonisten live zu treffen, was würdest du mit diesem Charakter unternehmen wollen, und wie würde ein solcher Tag aussehen?
Anastasia: Ich würde mich total gerne mit Rocky treffen und mit ihm eine E-Gitarren-Session starten. Einfach mal zusammen Musik machen und den Moment genießen. Fay würde ich sagen wollen: Glaube an dich selbst! Du bist stärker, als du es dir manchmal zutraust.
Nicole: Du hast glaub ich schon mehr Bücher geschrieben, wie ist das für dich? Was ist herausfordernd und was macht dir am meisten Spaß?
Anastasia: Die Zeit ist mein größter Gegner. Schreiben liebe ich über alles, aber zwischen Familie und Hauptjob bleibt manchmal kaum Luft dafür. Wenn ich eine Maschine erfinden könnte, dann eine, die die Uhr anhält, und mir ein paar Extra-Stunden schenkt. Übrigens habe ich genau darüber ein Buch geschrieben. In „Voll relativ! – Der Tag, an dem die Zeit verschwand“ geht es um ein ähnliches Problem.
Nicole: In deinem neuen Kinderbuch geht es ja auch um Musik, was bedeutet dir persönlich Musik? Welche Musik hat zu deinem Herzen gesprochen, dir sogar geholfen schwere Situationen zu überstehen? (gern mit Hinweisen zu deinem neuen Kinderbuch, vielleicht sogar eine Playlist (ich würde es hier dann gerne verlinken))
Anastasia: Musik ist für mich Heilung und Trost. Manchmal reicht ein Song, um mich aus einem richtigen Loch zu holen. Neben Klassik liebe ich vor allem Pop-Punk/ Alternative Rock und melancholische Lieder. Beim Schreiben von Fay Melody habe ich folgende Songs gehört.
Creep von Radiohead
Mondscheinsonate, op. 27 Nr. 2 von Ludwig van Beethoven
Wake Me Up When September Ends von Green Day
Boulevard of Broken Dreams von Green Day
Prelude in e-Moll von Frédéric Chopin
Feel Good Inc. von Gorillaz
Numb von Linkin Park
Zombie von The Cranberries
Autorin Anastasia Braun mit Kater
Copyright des Covers: Anastasia Braun!
Nicole: Liest du selbst auch Bücher und wenn ja welches ist dein absolutes Lieblingsbuch und warum ist dies dein Lieblingsbuch?
Anastasia: Ich lese unglaublich gern und habe ein paar Bücher, die mir besonders ans Herz gewachsen sind. Marianengraben von Jasmin Schreiber fand ich großartig, Wörter an den Wänden von Julia Walton hat mich einfach nicht mehr losgelassen. Und dann ist da natürlich noch Carlson vom Dach. Lieb den kleinen Kerl.
Kleines Suchbild und Copyright liegt bei Anastasia Braun!
Nicole: Ich kann mir vorstellen das ein Leben als Autorin, Frau und allem was dazu gehört manchmal auch ziemlich stressig sein kann, wie schaffst du es dann zu entspannen und zur Ruhe zu finden?
Anastasia: Meine ehrliche Antwort: Gar nicht :-D Mit Kindern ist das echt nicht einfach.
Nicole: Hast du vielleicht sogar ein Haustier, dass dich beim schreiben begleiten darf, oder auch ablenkt?
Anastasia: Hektor liebt es, sich auf die Tastatur zu legen, wenn ich nur kurz weg bin. Und ja, manchmal erwische ich ihn auch dabei, wie er heimlich aus meiner Kaffeetasse trinkt.
Nicole: Welche Frage wurde dir noch nie gestellt, die du aber unheimlich gern mal beantworten würdest?
Anastasia: Als was ich gerne wiedergeboren werden würde!
Meine Antwort: Auf jeden Fall als Hauskatze. Aber bei kinderlosen Menschen. Ein ruhiges Leben, gutes Essen, viel Streicheleinheiten. Klingt nach einem Traum, oder?
Nicole: Wie lange brauchte dein neues Buchbaby um auf dem Buchmarkt das Licht der Welt zu erblicken, und was waren da die schönsten Momente, oder auch die nicht so schönen Momente?
Anastasia: Am ersten Band habe ich etwa zwei Jahre gearbeitet. Grundsätzlich bin ich ein sehr positiver Mensch. Abgesehen vom gelegentlichen Weltschmerz, der uns wohl alle beschäftigt, habe ich selten „schlechte“ Momente. Das Schreiben lenkt mich ab. Ich liebe es, Geschichten zu erfinden. Das ist meine Welt. Ich habe einen tollen Verlag, großartige Kolleginnen und Kollegen und das große Glück, mit fantastischen Buchbloggerinnen und -bloggern zusammenzuarbeiten. Einzig die Schnelllebigkeit in der Buchbranche bereitet mir manchmal Bauchschmerzen. Früher war es ganz normal, mehrere Jahre auf eine Fortsetzung zu warten. Heute wird man schnell „vergessen“, wenn man nicht innerhalb weniger Monate liefert. Dennoch vertraue ich auf meine Leserinnen und Leser und weiß ihre Geduld sehr zu schätzen.
Nicole: Magst du dich selbst vielleicht noch in 5 Sätzen beschreiben?
Anastasia: Nachdenklich, wuselig, kreativ, vergesslich, treu.
Nicole: Wie geht es bei dir nun weiter? Kommt eine Fortsetzung deines Buches Fay Magic? Oder ein ganz anderes Werk? Wie kam es zu der Entscheidung das du für Kinder und Jugendliche schreiben möchtest?
Anastasia:
Der zweite Teil von Fay Melody erscheint voraussichtlich im August 2026.
Viele Jahre habe ich in unserer Stadtbücherei einen Leseclub geleitet. Mit Kindern und Jugendlichen fällt es mir oft leichter zu reden, weil sie so frei und unkompliziert sind. Sie sind offener für Neues, Albernes und Fantastisches und urteilen nicht so schnell. Genau diese Offenheit hat mich inspiriert, selbst Kinderbücher zu schreiben. Ich glaube, viele Erwachsene unterschätzen Kinder- und Jungendbücher. Dabei sind sie für viele wegweisend. Ehrlich gesagt glaube ich, dass wir alle viel mehr Kinderbücher lesen sollten. Dann wäre die Welt vielleicht ein kleines bisschen besser.
Nicole: Ich danke dir von Herzen das du mir Zeit und Antwort geschenkt hast.
Anastasia: Vielen Dank für deine außergewöhnlichen Fragen :-D Du hast mich auf jeden Fall ordentlich ins Grübeln gebracht! Danke auch für deine Zeit, hat wirklich Spaß gemacht.
Liebe Anastasia, sind Fragen dabei die für dich keinen Sinn machen oder eher seltsam wirken? Diese müssen nicht beantwortet werden. Hast du selbst noch Ideen, diese sind sehr willkommen. Einfach drüber schreiben :)











































