Dienstag, 17. Februar 2015

24) Was fehlt, wenn ich verschwunden bin von Lilly Lindner (ACHTUNG TRIGGER!)

Titel: Was fehlt, wenn ICH verschwunden bin
Autorin: Lilly Lindner
Seitenanzahl: 399 Seiten
ISBN: 9783733500931
Verlag: Fischer Verlag -> Link
Preis: 9,99 €
ET: 02/15
Sterne: 5 Sterne
Copyright liegt bei dem Verlag: Fischer!



Inhaltsangabe laut Verlag:

DAS ERSTE JUGENDBUCH VON BESTSELLERAUTORIN LILLY LINDNER

Lilly Lindner ist ein Phänomen. Sie ist ein außergewöhnliches Schreibtalent.
Nun hat sie ihr erstes Jugendbuch geschrieben und trifft mit ihrer glasklaren und poetischen Sprache jeden Leser direkt ins Herz.

April ist fort. Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen? Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern schweigen hilflos und geben Phoebe keine Möglichkeit, zu begreifen, was ihrer Schwester fehlt. Aber sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und so schreibt sie ihr Briefe. Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat.

Meine Meinung zum Buch: Was fehlt, wenn ich verschwunden bin.

Inhalt in meinen Worten:
Zwei Mädchen erzählen sich durch Briefe wie sich ihr Leben ändert, aufgrund dessen, das die Krankheit Magersucht in ihre Familie eingezogen ist. Stück für Stück werde ich in die Geschichte, die durch Briefe aufgebaut ist, hinein gerissen. Stark. Traurig. Emotionsgeladen.

Wie finde ich die Art des Buches?
Mich hat das Buch als ich einmal angefangen habe, es zu lesen nicht los gelassen. Es hat mich tief berührt, es machte mich sprachlos und wütend gleichzeitig hoffte ich. Doch die Hoffnung die stirbt zu letzt.

Das Thema:
Die Autorin, aufgrund dessen, dass sie selbst in dieser Krankheit gefangen war, schreibt so würdevoll, so stark und so prägnant über diese Krankheit, das man als Laie dahinter sehen kann. Auch wie es dazu kommen kann, das ein Mensch an so einer fürchterlichen und traurigen Geschichte erkrankt ist. Familienverhältnisse die im Buch mehr als fragwürdig sind, wo ich beide Kinder April und Phoebe einfach nur in den Arm nehmen wollte,  ihnen Zeit und Nähe schenken wollte machte das ganze Buch zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Die Krankheit ist nunmal leider ein Kampf auf Leben und Tod. Ist man stark genug diesen Kampf zu gewinnen? Oder verliert man sich an dieser schrecklich Krankheit. Wie geht das Umfeld damit um? Gibt es Hoffnung? Oder schweigt das Umfeld? Ja trampelt sogar über die Gefühle?

Schriftform?
Die Schriftform ist so besonders. So voller Wortspiele, voller Wortgedanken, voller Leben und Stärke. Die Autorin wählt bewusst die Bildersprache und setzt somit viele wichtige Details liebevoll in Szene

Gibt es Sätze die mir was bedeuten?
Ja, denn auch mich trifft das Buch sehr in der Seele. Einen Satz möchte ich gerne als Zitat nehmen:
"Du hast etwas Besseres verdient. Als Schmerz." Sagt bzw schreibt Phoebe ihrer Schwester.

Charakter?
Wirklich von Charakter kann ich nicht schreiben, denn es waren ja Briefe wo ich in die Geschichte mit hinein gezogen worden bin. Aber wen ich absolut nicht verstehen konnte und nicht packte waren die Eltern. Und mir taten die zwei Schwestern so fürchterlich leid. Die eine in der Klinik, die andere zu Hause und doch sehnte sich jeweils das Herz danach die Schwester wieder zu sehen. Die Eltern hingegen schrien sich nur an, machten sich gegenseitig fertig und haben nicht verstanden, das sie etwas gewaltig ändern müssen. Einfach heftig. Jedoch auch ziemlich gut, denn es zeigt, wie Machtlos man dieser Krankheit entgegen steht.

Besondere Warnung:
Ich würde dieses Buch nur bedacht euch empfehlen, denn es kann triggern. Es kann etwas auslösen, und wer nicht stark in sich selbst ist, sollte mit ganz viel Vorsichtig an dieses Buch heran. Es beschreibt, wie alles anfing, welche Maßnahmen April ergriff. Nicht nur nicht mehr zu essen. Sondern es gibt einen klaren Bezug zum Ritzen. Deswegen ACHTUNG!
Wem dies nichts ausmacht, der ist bei diesem Buch sehr gut aufgehoben.

Fazit: 
Dieses Buch trifft mich. Es macht nachdenklich. Traurig. Es hat mich an sich gebunden, denn ich wollte wissen wie es endet. Und war erstaunt wie stark die Wortgewalt in diesem Buch gegeben war und ist.

Sterne (Bambis):

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Hi
Danke das du mir ein paar Gedanken da gelassen hast. Sie werden jedoch erst noch freigeschaltet.
Bei nächster Gelegenheit komme ich dich auch besuchen und werde dir auch einen Kommentar hinterlassen. Fragen beantworte ich dir dann dort auch sehr gerne 😃.
Einen ganz lieben Gruß
Nicole